24.02.2019 Sonntag  DLRG-Bilanz 2018: 4732 Stunden und 127 Einsätze auf Zwischenahner Meer

Heißer Sommer machte auch Rettungsschwimmern zu schaffen

Der heiße und lang anhaltende Sommer 2018 machte sich auch bei den Rettungsschwimmern bemerkbar. Auch sie hatten mit der Hitze im Rahmen ihres Rettungswachdienstes zu kämpfen. Wenn andere sich im Wasser abkühlen konnten mussten sie wachsam beobachten, damit das Bade- oder Bootsvergnügen unbeschadet überstanden wurde.
Die DLRG Bad Zwischenahn hat im vergangenen Jahr nicht unbedingt mehr Einsatzzahlen und Wachstunden absolviert, dennoch war viel zu tun am Zwischenahner Meer und am Woldsee. Dieses konnten Klaus Klar und seine Vorstandskollegen auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung verkünden.
Der alte und neue Vorsitzende, Klaus Klar, konnte auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der DLRG Bad Zwischenahn im Kuppelsaal des „Hauses Brandstätter“ fast 60 Mitglieder und Gäste begrüßen, die der Einladung der Rettungsschwimmer vom Zwischenahner Meer gefolgt waren.
Die Grüße der Gemeinde Bad Zwischenahn überbrachte Bürgermeister Dr. Arno Schilling. Er bedankte sich ganz offiziell bei den Rettungsschwimmern für ihr Engagement und ihren Einsatzwillen. Er verkündete weiterhin, dass die marode Steg- und Slippanlage bei der DLRG-Station in Rostrup zum Beginn der Wassersportsaison 01. April 2019 erneuert wird. Weiterhin waren folgende Ratsmitglieder, der im Rat vertretenden Parteien und anderer Institutionen bei der Versammlung anwesend:
- Fraktionsvorsitzende der SPD, Henning Dierks
- Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU, Dr. Frank Martin
- Die Zwischenahner: Jan Hullmann
- Polizeichef Bad Zwischenahn: Polizeioberrat Heinz Schevel
- Geschäftsführer der rettungsdienst Ammerland GmbH: Michael Peter
- Leiter der Sparda-Bank Oldenburg: Marcus Fettback
- Kurdirektor i. R. Peter Schulze
DLRG-Bezirksleiter Klaus Wendeling aus Brake überbrachte die Glückwünsche des DLRG-Bezirkes Oldenburg-Nord. Der DLRG Bezirk ist die übergeordnete Gliederung zu der Bad Zwischenahn und weitere 14 Ortsgruppen gehören.

Unter dem Punkt Ehrungen wurden langjährige und honorige Mitglieder ausgezeichnet.
- Arndt-Jürgen Knüpling: 65 Jahre
- Peter Brockmann: 65 Jahre
- Dieter Hauken: 50 Jahre
- Heike Klumpe: 25 Jahre
- Sven Burk: 25 Jahre
Über eine ganz besondere Ehrung freute sich die „graue Eminenz“ der DLRG Bad Zwischenahn, Heinz Reiners (69). Heinz Reiners war vollkommen überrascht, weil er die höchste Verdienstehrung der DLRG erhielt:
Verdienstzeichen in Gold mit Brillant. Normalerweise gehen diese Ehrungen über seinen Schreibtisch als quasi Geschäftsführer der DLRG Bad Zwischenahn. Nur diese Ehrung ist an ihm vorbei gegangen, verständlicherweise. Der Dipl.-Ing. engagiert sich seit Jahrzehnten für die DLRG.
Neben dem im vergangenen Jahr verstorbenen Ehrenvorsitzenden Ewald Freese ist Heinz Reiners ein „Urgestein“, der die DLRG zu dem gemacht hat, was sie heute in der Öffentlichkeit darstellt. Heinz Reiners, ist ein Mann der leisen Schritte und Töne. Er wirkt lieber im Hintergrund und macht keinerlei
Aufhebens um sich und sein Wirken. Durch seine Zielstrebigkeit, Genauigkeit und Bescheidenheit ist er bei Jung und Alt immer gut angesehen. Er ist in vielen Vorstandsämtern schon gewesen, nur Vorsitzender wollte er nie werden.
Sein Jahrzehnte langes Wirken wurde jetzt vom Präsidenten der DLRG, Achim Haag und vom Landesverbandspräsidenten der DLRG Niedersachsen, Oliver Liersch, mit dieser Verdienstehrung gewürdigt.
Die DLRG Bad Zwischenahn hat genau 504 Mitglieder. 60 Prozent davon sind männlich und 40 Prozent weiblichen Geschlechts.
Die knapp 5000 Wachstunden sind von 45 Rettungsschwimmern erwirtschaftet worden. Die Rettungsschwimmer mit den 10 besten Ergebnissen wurden jetzt durch den Leiter Einsatz, Tim Jensch, geehrt. Sie erhielten ein kleines Präsent.
Hier die ersten drei:
1. Sven Schneider: 473
2. Stefan Boltjes: 385
3. Britta Gerken: 294
Diese Rettungsschwimmer haben 2018 dafür gesorgt, dass die Wasserfreizeit für die Wassersportler und Badegäste am Zwischenahner Meer und Woldsee ein wenig sicherer geworden ist. Dieses bürgerliche Engagement verdient Lob und Anerkennung.
Zahlreiche Menschen und Sachwerte sind 2018 aus Wassergefahren befreit worden.
Auf dem Zwischenahner Meer waren 2018 knapp 1100 (1077) Boote und Surfer zugelassen gewesen. Hinzu kommen noch die 3 Fahrgastschiffe und die Leih- und Rettungsboote.
Hier nun die Bilanz im Einzelnen:
- 127 Einsätze gefahren
- 12 Einsätze wurden per Funkmeldeempfänger durch die Großleitstelle Oldenburg vergeben
- Knapp 5000 (4732) ehrenamtliche Wachstunden
- 34 Regatten/Veranstaltungen begleitet
- 44 beobachtete Bootskenterungen –Fehlalarmierungen-
- 32 geborgene Segelboote
- 25 Schleppaufträge nach Mast-, Ruder- oder Schotbruch
- 5 Technische Hilfeleistungen
- 15 Erste-Hilfe-Leistungen
- 4 Personensuchen nach Vermissten auf dem Meer
- 1 Bombenräumung
- 1 Person unter Wasser –Suizid-
- 4 Übungen: ( THW, Freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienst )
Neben den Wachstunden sind noch unzählige Stunden für Wartung, Organisation, Vereinsführung und Übungen angefallen. Alleine die Einsatztaucher sind auf 1400 ehrenamtliche Stunden gekommen.
Das heiße Wetter und der niedrige Wasserstand machte nicht nur den Wasserrettern zu schaffen. So viele festgefahrene Segelboote hat es in den vergangenen Jahren nicht gegeben.
Neben den Seglern haben sich auch die Fahrgastschiffe festgefahren und benötigten die Hilfe der DLRG beim Freischleppen. Die Zahl der gewiss gekenterten Boote liegt in Wirklichkeit noch wesentlich höher als es in der Statistik erfasst werden kann. Viele dieser Segler konnten sich dann doch zum Glück selber helfen, dass gelingt aber nicht immer.
Polizeichef Heinz Schevel lobte die Rettungsschwimmer ebenfalls und zeigte dabei seine Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit. Er machte noch einmal Werbung für das Benefizkonzert zu Gunsten der DLRG des Polizeiorchesters Niedersachsen, anlässlich der Feierlichkeiten „100-Jahre-Bad“ in Bad Zwischenahn. Das Konzert findet am 10. März 2019, 15.00 Uhr, in der Wandelhalle in Bad Zwischenahn statt. Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
Marcus Fettback, von der Sparda-Bank in Oldenburg, hatte gut Nachrichten für die Einsatztaucher dabei. Für die Mobilität dieser Einsatztauchergruppe spendet die Sparda-Bank 5.000 Euro, damit der ca. 30.000 Euro teure Anhänger angeschafft werden kann.
Für die kommenden drei Jahre ist die DLRG Bad Zwischenahn wieder gut aufgestellt. Die turnusmäßigen Wahlen in diesem Jahr ergeben folgenden Vorstand:
Vorsitzender: Klaus Klar
2. Vorsitzende: Dr. Ines Reule
Schatzmeisterin: Manuela Lausch
Leiter Einsatz: Tim Jensch
Leiter Ausbildung: Stefan Wirwal
Justiziar: Nico Reiners
Öffentlichkeitsarbeit: Ralf Zimmermann
Vorsitzende der
Jugend: Lina Sophie Kuß
Beisitzer: Christian Drieling
Beisitzer: Stephan Schröder
Beisitzer: Tomke Arntjen
Erstmalig im Erwachsenenvorstand sind die Vorsitzende der Jugend: Lina Sophie Kuß und die Beisitzerin Tomke Arntjen. Lina Sophie Kuß erhielt auf der Versammlung außerdem ihren Lehrschein. Dieses ist die Berechtigung bei der DLRG ausbilden zu dürfen. Sie entspricht und wird vom Landessportbund auch als Sportübungsleiterlizenz anerkannt.
Zum Abschluss der JHV wurden noch einmal Perspektivplanungen für dieses Jahr der Versammlung vorgestellt: Als Vorausschau für alle Schwimmbegeisterten für „Quer durchs Meer 2019“: Das Anmeldeportal wird am 01. Mai 2019 freigeschaltet:
Das Freiwasser- und Langstreckenschwimmen über die Distanz von 3,2 Kilometern findet in diesem Jahr am Samstag, 10. August 2019, 07.00 – 13.00 Uhr in gewohnter Art und Weise statt.
Aufgrund der Feierlichkeiten „100-Jahre-Bad“ ist Quer durchs Meer in den sogenannten Meertag eingebunden. Am Nachmittag gibt es ein großes Luftmatratzenschwimmen mit wertvollen Preisen. Weiterhin wird „Gott Neptun“ mit einer Neptuntaufe für Unterhaltung sorgen. Eine weitere Attraktion wird eine professionelle Wasserskiakrobatikgruppe sein, die ihr können auf dem Meer zwischen Altem Kurhaus und dem Strandcafe am Nachmittag präsentieren wird. Eine atemberaubende Show, die auch moderiert wird.

Von: Ralf Zimmermann

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