Einsätze 2007

An dieser Stelle berichten wir über unsere Einsätze im Wasserrettungsdienst.

11.06.2007 Vermisster Junge am Woldsee

Heute wurden um 16.52 Uhr die Funkmeldeempfänger der DLRG-Rettungsschwimmer der Ortsgruppe Bad Zwischenahn vom Disponenten in der Leitstelle Ammerland ausgelöst! Als nach kurzer Zeit die ersten Rettungsschwimmer an der Rettungsstation am Zwischenahner Meer eintrafen, war der Ernst der Lage schnell klar. Eine Mutter vermisste am Badestrand des Woldsees ihren dreijährigen Sohn.

Sofort nach der Alarmierung über den Notruf 110 wurden von Polizei und Leitstelle des Rettungsdienst Ammerland alle Hebel in Bewegung gesetzt. Ein Polizeihubschrauber, mehrere Streifenwagenbesatzungen, ein Notarzt- und ein Rettungswagen, sowie die DLRG OG Bad Zwischenahn mit fünf Rettungsschwimmern machten sich auf den Weg zum Einsatzort. Zum Glück fand sich der junge Ausreisser bereits 20 Minuten nach der Alarmierung wohlauf wieder! Er hatte einen neuen Freund beim Buddeln im Sand gefunden und hatte sich von der Mutter völlig unbemerkt, ausserhalb der Sichtweite bewegt.

Der Woldsee ist ein gesicherter Baggersee südlich der Autobahn A28. Er befindet sich im Landkreis Ammerland, an der Kreisgrenze zur Stadt Oldenburg, und lockt an sonnigen Tagen zahlreichen Besucher an.

Von der Ortsgruppe wurden eingesetzt:

ADLER 51 Einsatzfahrzeug (Pelikan Ammerland 25/70)
ADLER 44 Motorrettungsboot Woldsee
5 Rettungsschwimmer

23.05.2007 Wassersprungdienst der Luftlandebrigade 31

Heute führte die Luftlandebrigade 31 der Bundeswehr über dem 526 ha großen Zwischenahner Meer eine Luftlandeübung durch. Hierbei wurden 211 Soldatinnen und Soldaten aus einem Hubschrauber des Typs Bell UH1D aus luftiger Höhe abgesetzt, um in der "Perle des Ammerlandes", dem drittgrößten Binnensees Niedersachsens, zu landen. Die so genannten Wassersprungdienste dienen den Soldaten für die Erhaltung ihrer Sprunglizenz und sind Pflichtteil! Sie sollen den Soldaten mehr Sicherheit bei einer ungeplanten Landung im Wasser vermitteln.

Bis zu 7 Soldaten bestiegen, auf dem an der Westseite des Sees angrenzenden Gelände des Bundeswehrkrankenhauses, den Hubschrauber und wurden auf die erforderliche Absetzhöhe gebracht. Während der Hubschrauber in Nord-Südrichtung den See überflog, sprangen die Soldaten in kurzen Abständen nacheinander ab. Der Fallschirm öffnete sich nach dem Verlassen des Hubschraubers automatisch, da die Soldaten mit einem Gurt am Hubschrauber gesichert sind.

Nach dem Absprung schwebten die Soldaten mit einer Rundkappe", geschätzte 40 – 60 Sekunden, dem nassen Element entgegen. Einige Soldaten konnten augrund der hervorragenden Thermik und dem nur leicht wehendem, aber zeitweise drehendem Wind, die gute Sicht länger genießen. Nach der erfolgreichen Landung im ca. 18 Grad warmen Wasser, wurden die Fallschirmspringer von den Besatzungen der 8 eingesetzten MRB aus dem See geborgen.

Nach der Bergung wurden die Soldaten wieder zum BWK-Gelände gebracht. Eine Schwierigkeit und Gefahr für die Springer besteht direkt nach der Landung. Fällt der Fallschirm nach der Landung nicht in sich zusammen, kann es passieren, dass der Springer durch den noch aufgeblähten Fallschirm durch das Wasser gezogen wird. Dabei besteht die Gefahr, dass dem Springer durch die getragene Schwimmweste oder den Haltegurt des Helmes die Atemluft abgeschnürt werden kann! Aus diesem Grund sind die Soldaten angewiesen, nach der Landung das Gurtgeschirr ihres Schirmes auf einer Seite zu lösen. Dies bewirkt dann das Zusammenfallen des Fallschirmes. Das lösen des Gurtgeschirr wird jedoch unter Umständen durch das Tragen einer leichten Feststoffschwimmweste erschwert, die für Übungen vorgeschrieben ist. Aus diesem Grund ist ein schnelles reagieren der Besatzungen der MRB erforderlich!

Nach Beendigung des Wassersprungdienstes und einer Besprechung mit der Einsatzleitgruppe(ELG) der Bundeswehr konnte die OG ein positives Fazit ziehen: Übung ohne Verletzungen oder Personenschäden erfolgreich beendet!Die Ortsgruppe Bad Zwischenahn ist vom Landkreis Ammerland für den Wasserrettungsdienst auf dem Zwischenahner Meer bestellt worden. Die OG hält hierfür 3 eigene MRB an der Rettungswachstation in Rostrup vor. Die 5 weiteren eingesetzten Boote wurden vom Fischer- bzw. den Segelvereinen am Zwischenahner Meer ausgeliehen. Ein weiteres MRB wurde von der OG Oldenburg gestellt! 3 Rettungsschwimmer der OG Westerstede ergänzten die eingesetzten Kräfte der OG Bad Zwischenahn! Die Ortsgruppe bedankt sich für diese Hilfestellungen ausdrücklich!

Eingesetzt wurden:

8 MRB mit je 2-3 Rettungsschwimmern besetzt

Insgesamt waren 28 Bootsführer und Rettungsschwimmer eingesetzt!