Einsätze 2008

An dieser Stelle berichten wir über unsere Einsätze im Wasserrettungsdienst.

25.09.2008 Melderalarmierung: Vermisster Surfer

Um 12.52 Uhr wurden wir durch die Rettungsleitstelle des Landkreises Ammerland für eine Personensuche zur Rettungswachstation in Rostrup mit Funkmeldeempfängern gerufen. Bereits 3 Minuten nach der Alarmierung meldeten sich die ersten Rettungsschwimmer bei der Leitstelle an und ließen sich über den Einsatz informieren. Um 13.00 Uhr lief dann unser Motorrettungsboot "ADLER 41" in Richtung Bad Zwischenahn aus. Kurz danach fuhr das Motorrettungsboot "ADLER 42" zur Unterstützung auf das Meer hinaus.

Vor Bad Zwischenahn wurde im Uferbereich zwischen der Kurklinik und dem Restaurant "Strandcafe" ein herrenloses Surfboard mit Segel im Schilf entdeckt. Da sich kein Surfer in Sichtweite befand, wurde über den Notruf 112 ein vermisster Surfer gemeldet. Sofort wurden das Polizeirevier in Bad Zwischenahn und unsere Rettungsschwimmer alarmiert. Die Polizei suchte an Land im Fundbereich des Surfboards nach dem vermissten Surfer. Wir suchten im Südosten den See vom Zwischenahner Segelklub (ZSK) bis zum Strandbad in Bad Zwischenahn ab. Der Wind wehte an diesem Tag aus nordwestlicher Richtung.

Ein Surfer, der im Suchbereich am Surfen war, wurde befragt, doch er hatte keinen weiteren Surfer gesehen. Da das gefundene Surfboard dem Surfboard ähnelte, mit dem der Surfer unterwegs war, wurde vermutet, dass es auch von der Surfschule stammt, wo er sein Board geliehen hatte. Dies wurde von der Bootsbesatzung sofort an unsere Wachstation gemeldet. Der Einsatzleiter schickte ein Rettungsboot zur Surfschule, die sich auf dem Gelände der Jugendherberge Bad Zwischenahn befindet, zur Überprüfung. Das zweite Motorrettungsboot suchte weiterhin nach dem vermissten Surfer.

Ein an der Surfschule anwesender Surflehrer zählte die Surfboards, die am Strand der Jugendherberge bereitlagen. Tatsächlich fehlte ein Surfboard samt Rigg. Unsere Bootsbesatzung holte das abgetriebene Surfboard aus Bad Zwischenahn und übergab es dann an die Surfschule. Nach Rücksprache mit der Polizei, die bereits den Polizeihubschrauber "Phoenix" in Bereitschaft gesetzt hatte, wurde der Einsatz gegen 13.45 Uhr beendet.

Eingesetzte Kräfte:

MRB "ADLER 41"
MRB "ADLER 42"
6 Bootsführer und 2 Rettungsschwimmer

1 Streifenwagen der Polizei Bad Zwischenahn

11.09.2008 Meldereinsatz: Segelboot gekentert

Heute wurden unsere Rettungsschwimmer gegen 16:45 Uhr per Funkmeldeempfänger zu einem Einsatz gerufen. Ein Rettungsschwimmer unserer Ortsgruppe war kurz vorher an den Rostruper Strand gefahren. Bei einem Blick über den See entdeckte er in der Nähe des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses einen gekenterten Katamaran. Mit dem Fernglas eines Passanten erkundete er die Lage und konnte keinen Segler in der Nähe des gekenterten Segelbootes entdecken. Daher setzte er über die Rufnummer 112 einen Notruf ab.

Bereits 5 Minuten nach der Alarmierung trafen weitere Rettungsschwimmer an unserer Rettungswachstation ein und liessen das Motorrettungsboot "ADLER 41" zu Wasser. Als die Bootsbesatzung auf den See fuhr, wurde der gekenterte Katamaran gerade im Uferbereich aufgerichtet. Am Segelboot angekommen, wurde schnell klar, dass der Segler sich nicht verletzt hatte.

An seinem Katamaran war ein Ausleger der Pinnensteuerung kaputt gegangen, wodurch sich der Katamaran schlecht steuern ließ und dann kenterte. Um den Schaden zu reparieren, ließ sich der Segler mit seinem Boot in den flachen Uferbereich treiben. Nach der Reparatur setzte der Segler seine Segeltour fort.

Eingesetzt wurden:

MRB "ADLER 41"
4 Bootsführer
4 Rettungsschwimmer

20.08.2008 Meldereinsatz: Segelboot hat Probleme

Am Mittwoch wurden wir um 15:29 Uhr von der Leitstelle Ammerland per Funkmeldeempfänger zu einem Einsatz gerufen. Der Kapitän eines Fahrgastschiffes entdeckte auf der Westseite des Zwischenahner Meeres ein Segelboot, das Probleme hatte. An Bord des Segelbootes mit Kajüte befanden sich vier Jugendlichen. Über den Notruf 112 setzte der Kapitän eine Meldung an die Leitstelle ab.

Die ersten Rettungsschwimmer kamen bereits wenige Minuten nach der Alarmierung an der Wache an. Unsere Motorrettungsboote "ADLER 41" und "ADLER 42" wurden sofort zu Wasser gelassen und fuhren auf den See. Zeitgleich meldeten wir uns über BOS-Funk bei der Leitstelle an. Von unserem Wachraum im Obergeschoss der Wachstation wurde nach dem Kajütsegelboot Ausschau gehalten. Nach kurzer Zeit entdeckten wir ein Segelboot auf der Ostseite des Zwischenahner Meeres, dass nur ein Vorsegel gesetzt hatte und schickten die Motorrettungsboote dorthin.

Am Segelboot angekommen, klärte sich die gesamte Situation schnell auf. Der Wind wehte für die Jugendlichen zu stark, so dass sie in den Hafen zurück segeln wollten. Das Großsegel konnten sie bergen, jedoch machte das Vorsegel Probleme. Der Elektromotor versagte dann auch noch seinen Dienst, da die Batterie wohl leer war. Dadurch trieben die Segler mit ihrem Boot weit ab und wurden von uns in den sicheren Hafen geschleppt.

Der gesamte Einsatz war für den Eigner des Segelbootes kostenlos, da er sich zum Anfang der Segelsaison eine Bergungsplakette gekauft hatte. Der vorliegende Fall zeigt, dass auch große Segelboote die Hilfe der DLRG benötigen können und sich der Kauf einer Bergungsplakette schnell rentieren kann.

Eingesetzte Kräfte:

MRB "ADLER 41" + "ADLER 42"
8 BF und RS

Int. Deutsche Jugendmeisterschaft der 29er

Vom 27. - 31. Juli veranstaltete der Zwischenahner Segelklub (ZSK) auf dem Zwischenahner Meer die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft der 29er. Das Regattafeld bestand aus insgesamt 30 Teams. Die Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren mussten sich gegen jeweils ein Team aus Österreich bzw. den Vereinigten Arabischen Emiraten messen!

Von Montag bis Donnerstag sicherten wir mit 3 Motorrettungsboote die Wettfahrten ab und leisteten hierbei insgesamt 338 Wachstunden. Ergänzt wurden die Bootsbesatzungen an Land durch einen Wachleiter und drei Rettungsschwimmer/Funker an der Rettungswachstation in Rostrup.

Die 29er wiegen komplett aufgerüstet gerade einmal 90 kg. Bei einer Länge von 4,45m und einer Breite von 1,77m bringen die 12,5 m² Segelfläche von Großsegel und  Fock schon einiges an Vortrieb. Wird der Gennaker mit nochmals 17m² gesetzt, so vergrössert dies nocheinmal die Segelfläche um einiges. Dementsprechend anfällig wird das Boot dann für Windböen, so dass mehrere Boote kenterten.

Unsere Motorrettungsboote fuhren zu vielen gekenterten Segelbooten, doch war eine Hilfeleistung nur selten erforderlich. Die meisten Crews waren fit genug und richteten ihr Segelboot selber wieder auf. Manchmal war unsere Hilfe dann doch notwendig. So manches mal steckte die Mastspitze im Schlick des Zwischenahner Meeres fest.

03.07.2008 Melderalarmierung: 2 Mädchen mit Surfbrett vermisst

Heute wurden unsere Rettungsschwimmer um 17.20 Uhr per Funkmeldeempfänger zu einem Einsatz auf dem Zwischenahner Meer gerufen. Zwei 16-jährige Mädchen, die zurzeit mit ihren Familien am Nordufer des Meeres in einem Ferienhaus wohnen, wurden vermisst.

Die beiden Freundinnen wollten, mit einem Surfbrett und Stechpaddeln ausgerüstet, im nördlichen Bereich des Sees, von Meyerhausen nach Dreibergen paddeln, um dort ein Eis zu essen. Die Mutter eines Mädchen beobachtete die beiden noch eine Weile. Zu dieser Zeit wehte ein leicht ablandinger Wind, der die beiden Mädchen mit ihrem Surfbrett leicht auf den See hinaus getrieben hatte. Nach einiger Zeit schaute die Mutter nochmals, vom Steg, nach den Mädchen und konnte sie nicht entdecken.

In Sorge um die Jugendlichen, rief sie die Polizei in Bad Zwischenahn an und schilderte die Situation. Das Polizeirevier gab die Meldung sofort an die Leitstelle Ammerland weiter und alarmierte auch die Hubschrauberstaffel der Polizei in Neusüdende. Bereits kurze Zeit nach der Alarmierung über Funkmeldeempfänger, trafen die ersten Rettungsschwimmer an der Rettungswachstation ein und ließen das Motorrettungsboot "ADLER 41" zu Wasser und fuhren auf den See, um den nördlichen Bereich des Sees abzusuchen.

Bereits nach wenigen Minuten war ein Surfbrett im Bereich Strandbad Dreibergen gefunden worden, so dass die weiteren alarmierten Rettungsschwimmer nicht mehr eingesetzt werden mussten. Direkt neben der Badestelle befindet sich der Bootsverleih der Familie Renken. Auf das herrenlose Surfbrett angesprochen, bestätigte Herr Renken, dass er zwei Mädchen gesehen hatte, die an Land gegangen sind. Darüber wurde die Leitstelle informiert, die den Hubschrauber und die Polizei informierte. Kurze Zeit nach Ankunft unseres Motorrettungsbootes tauchten auch die beiden Mädchen wieder im Strandbereich auf, die dann von uns darüber informiert wurden, dass sie gesucht wurden.

Die beiden Jugendlichen waren von der ganzen Aktion, die sich hinter ihrem Rücken abspielte, völlig überrascht! Die Mutter, die in der Zwischenzeit von der Polizei zu unserer Rettungswachstation in Rostrup gebracht wurde, war darüber sichtlich erleichtert!

Eingesetzte Kräfte:

MRB "ADLER 41"
9 BF und RS

02.07.2008 Meldung von einem Fährschiff: 2 erschöpfte Schwimmer

Am späten Nachmittag des 02.07.2008 wurden, zwei zufällig an der Rettungswachstation anwesende Rettungsschwimmer, durch einen Telefonanruf, über zwei anscheinend erschöpfte Schwimmer im Zwischenahner Meer informiert.

Ein aufmerksamer Kapitän eines Fahrgastschiffes der Weissen Flotte, sah zwischen der Badestelle "Jagdhaus Eiden" und dem Prahm zwei junge Männer im Wasser schwimmen, die relativ weit vom Land entfernt waren.  Der Prahm ist eine kleine Schwimmplattform, die der Zwischenahner Segelklub (ZSK) für seine Regatten nutzt. Dazu wurde sie in der Mitte des 2,3 Kilometer breiten Sees verankert. Die beiden jungen Schwimmer, waren von der Badestelle zum Prahm geschwommen, um nach einer Verschnaufpause wieder an Land zu schwimmen.

Bevor der Kapitän einen Notruf über die Rufnummer 112 absetzte, rief er an unserer Rettungswachstation an und informierte die anwesenden Rettungsschwimmer über seine Beobachtung. Daraufhin wurde unser Motorrettungsboot "ADLER 41" zu Wasser gelassen und die Rettungsleitstelle Ammerland über die Einsatzfahrt informiert. Bereits kurze Zeit nach der Ausfahrt wurden die zwei Schwimmer von der Bootsbesatzung gesichtet. Nach einem kurzen Gespräch war klar, dass die beiden Schwimmer okay waren und weitere Maßnahmen nicht erforderlich waren. Die Schwimmer gaben an, dass sie die Strecke schon öfter geschwommen sind und die Strecke langsam angegangen sind.

Dieser Einsatz zeigt uns wieder einmal deutlich, wie aufmerksam die Anwohner am See sind. Aber auch die Wassersportler und Kapitäneder Fahrgastschiife ihren See im Blick haben und gegenseitig aufeinander achten! Dafür gilt unser grosser Dank!

Im Falle eines Falles die Leitsstelle des Landkreises über Notruf 112 informieren!

Trotzdem sollte man als Schwimmer die Gefahren kennen und nicht unterschätzen! Gerade in Gewässern, wie dem Zwischenahner Meer, gibt es immer Bereiche, in denen kaltes Wasser aus tieferen Schichten nach oben gelangt. Dies kann zu grossen Belastungen für den Kreislauf führen. Daher sollte jeder sein Können und die eigenen Kräfte richtig einschätzen.

Eingesetzte Kräfte:

MRB "ADLER 41"
3 BF
5 RS

22.06.2008 Bergung eines Toten aus dem Engelsmeer in Kayhauserfeld

Um 12.05 Uhr wurden wir von der Rettungsleitstelle des Landkreises Ammerland zu einem Einsatz am Engelsmeer in Kayhauserfeld gerufen. In Ufernähe des ca. 2 ha grossen Moorsees, wurde ein lebloser Körper im Wasser gesichtet. Die verständigte Polizei forderte, nach einer ersten Sichtung der Lage vor Ort, unsere Rettungsschwimmer zur Bergung des Leichnams aus dem See an.

Direkt nach der Alarmierung fuhren drei Rettungsschwimmer, die zu dieser Zeit Rettungswachdienst am Zwischenahner Meer machten, mit ihrer Ausrüstung zum Engelsmeer. Der schwerzugängliche See liegt südöstlich von Bad Zwischenahn in einem Naturschutzgebiet mitten im Moor. An der Einsatzstelle eingetroffen, wurde nach einer Lagebesprechung mit der Polizei, die Ausrüstung über schmale Wege zum Ufer des Sees gebracht. Der gesamte See ist sehr morastig, wodurch die Rettungsschwimmer teilweise bis in Brusthöhe versanken. Dieser Umstand erschwerte eine zügige Bergung des Leichnams aus dem See sehr. Circa anderthalb Stunden nach der Alarmierung konnte der Leichnam an die Polizei übergeben und unser Einsatz beendet werden . Die Ermittlungen der Polizei haben inzwischen ergeben, dass der Mann aus der Region Hildesheim stammte und dort schon seid längerer Zeit vermisst wurde.

Da an diesem Wochenende unsere Rettungswachstation, aufgrund des zu erwartenden Bedarfs, nur mit 7 Rettungsschwimmern und Bootsführern besetzt war, wurden gleich nach der Alarmierung durch die Leitstelle, weitere Rettungsschwimmer zur Station gerufen, um die Wache zu verstärken.

29.02.2008 Vermisste Person am Woldsse in Wehnen

Heute wurden unsere Rettungsschwimmer um 21.53 Uhr von der Rettungsleitstelle des Landkreises Ammerland per Funkmeldeempfänger zu einer Personensuche alarmiert! Die Polizei suchte am Woldsee in Wehnen eine suizidgefährdete Frau und benötigte für die Suche die Unterstützung.

Bereits 5 Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Rettungsschwimmer an der Rettungs-wachstation in Rostrup ein. Die Wachstation am Woldsee ist nur in den Sommermonaten besetzt und der Außenbordmotor des dort eingesetzten Rettungsbootes ist zurzeit in der Wartung. Dadurch war es erforderlich, ein Motorrettungsboot von der Wachstation am Zwischenahner Meer zum Einsatzort am Woldsee zu verbringen!

Bereits während der Vorbereitung des Landtransportes des MRB zum Woldsee, machte sich ein Teil unserer Einsatzkräfte mit Überlebensanzügen, Leinen und Scheinwerfern auf den Weg zum 13 Kilometer entfernten Woldsee in Wehnen. Kurz vor der Ankunft am Woldsee wurde die Person unversehrt aufgefunden und der Einsatz für unsere Kräfte abgebrochen.

Von der Ortsgruppe wurden eingesetzt:

6 Bootsführer/Rettungsschwimmer
Motorrettungsboot ADLER 42