Einsätze 2009

An dieser Stelle berichten wir über unsere Einsätze im Wasserrettungsdienst.

17.08.2009: Melderalarmierung

Um 19.37 Uhr wurden unsere Rettungsschwimmer für einer Personensuche per Funkmeldeempfänger zur Rettungswachstation in Rostrup gerufen. Am Südufer des Zwischenahner Meeres wurde im Bereich vom Kurpark bis zur Rehaklinik eine Person vermisst.

Mit den Motorrettungsbooten "ADLER BZW 41 +42" suchten wir den gesamten Bereich von der Wasserseite her ab, während die Polizei an Land nach der Person suchte. Gegen 20.45 Uhr wurde die Suche durch die Polizei für uns abgebrochen und mit einem Polizeihubschrauber aus der Luft fortgesetzt.

Die gesuchte Person wurde dann kurz vor 21.30 Uhr von der Polizei gefunden und in ein Krankenhaus gebracht.

Eingesetzte Kräfte:

DLRG OG Bad Zwischenahn:

MRB "ADLER BZW 41 – 42"
1/2/2/1/6

28.07.2009: Melderalarmierung

Heute wurden wir um 18.29 Uhr zu einem Einsatz zur Rettungswachstation gerufen. Ein Segelboot war in der Nähe des Prahms etwa in der Mitte des Sees bei nur leichtem Wind gekentert. Da der Mast im Schlick steckte, schafften es die beiden Segler nicht den 470er alleine aufzurichten. Bereits um 19.00 Uhr war der Einsatz für uns beendet und das Motorrettungsboot wieder in der Bootshalle verstaut.

Eingesetzte Kräfte:

MRB "ADLER BZW 41"
1/1/1/2/5

25.07.2009: 20er Jollenkreuzer sinkt auf Grund

Gegen 12.30 Uhr ist ein 20er Jollenkreuzer auf dem Zwischenahner Meer havariert und auf den Grund des Zwischenahner Meeres gesunken. Bei westlichem Wind der Stärke 4 neigte sich das Segelboot bei einer Windböe so stark zur Seite, dass dabei Wasser in das Boot lief. Der 1958 gebaute Jollenkreuzer sank etwa 500 Meter vom Ufer entfernt auf den Grund des an dieser Stelle circa 2 Meter tiefen Sees.

Zwei schon vor Wachbeginn an der Rettungsstation befindliche Rettungsschwimmer ließen nach einer telefonischen Meldung eines Seglers sofort ein Motorrettungsboot zu Wasser und fuhren zur Unglücksstelle. Sie bargen den alleine segelnden Eigner unverletzt aus dem Wasser und sicherten umher treibendes Material. Ab 13.00 Uhr wurden dann mit weiteren Kräfte und drei Motorrettungsbooten erste Versuche unternommen, das Boot vom Grund zu bergen. Aufgrund der Stahlbauweise des Schiffes war es zunächst nur möglich das Segelboot mit dem Bug in Richtung Land zu drehen. Ein weiterer Versuch das Boot näher an Land zu schleppen scheiterte.

Zur weiteren Unterstützung wurden Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Zwischenahn angefordert. Mit Hebekissen gelang es, trotz der widrigen Wetterbedingungen und hohen Wellen, das Boot vom Grund anzuheben und näher an Land zu schleppen. Hier wurde es dann zunächst mit Eimern und dann mit einer Tauchpumpe gelenzt. Zahlreiche Schaulustige beobachteten die Aktion vom Ufer. Gegen 18.00 Uhr konnte das Segelboot ohne Schäden in den Eyhauser Yachthafen geschleppt werden.

Zu einem weiteren Zwischenfall kam es am Nachmittag als drei Segler durch eine heftige Böe von einem Segelboot ins Wasser fielen. Zwei Segler blieben unverletzt. Ein Mann zog sich eine grosse Schnittwunde am Finger zu und bekam Atemnot. Der Mann wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen in die Ammerlandklinik gebracht. Zeitgleich brach bei einem anderen Segelboot die Ruderanlage, dieses Boot wurde von uns in den Hafen geschleppt.

Bericht in Nordwest-Zeitung 27.07.2009

Bericht auf NWZonline.de

Bildergalerie

Eingesetzte Kräfte:

DLRG OG Bad Zwischenahn:

MRB "ADLER BZW 41 – 43"
1/3/6/1/11

Freiwillige Feuerwehr Bad Zwischenahn:

1 Löschgruppenfahrzeug LF 16/12
1/3/4

03.07.2009: Melderalarmierung

Um 17.11 Uhr wurden unsere Rettungsschwimmer per Funkmeldeempfänger zu einem Einsatz zur Rettungswachstation in Rostrup gerufen. Gegen 17.00 Uhr zog eine Wetterfront mit starkem Regen und Windböen aus östlicher Richtung über das Zwischenahner Meer. Vier Segelboote kenterten, die Segler wurden zunächst an Land gebracht.

Zunächst schien das Wetter ideal zum Segeln zu sein, Sonnenschein und ein stabiler Wind aus östlicher Richtung boten gute Bedingungen. Doch dann zogen plötzlich dunkle Wolken am Horizont auf, die sich sehr schnell näherten. Mit den Wolken kamen auch Windböen, die für die Segler zum Verhängnis wurden.  Eine Crew wurde bei der Kenterung vom Segelboot geschleudert und konnte das Segelboot nicht schwimmend erreichen. Sie versuchten direkt ans Ufer zu schwimmen. Ein Kapitän, der auf dem Zwischenahner Meer fahrenden Fährschiffe, beobachtete die Segler und machte eine Rettungsbootsbesatzung auf die im Meer schwimmenden Segler aufmerksam, die die erschöpften Segler aus dem Meer barg.

Die Besatzungen unserer Motorrettungsboote brachten zunächst alle Segler ans sichere Ufer. Erst dann machten sie sich daran die Segelboote nacheinander zu bergen und in die Häfen zu schleppen. Zwei Zugvögel der Segelschule des DJH, ein Zugvogel der Universität Oldenburg und ein 550er aus Büntings-Hafen waren in dem Unwetter gekentert.

Ein Zugvogel der Jugendherberge trieb kieloben im Zwischenahner Meer, da der Mast gebrochen war. Die Bergung erwies sich zunächst als sehr schwierig und dauerte einige Zeit. Durch das umsichtige Arbeiten wurde das Segelboot von den erfahrenen Rettungsschwimmern ohne weitere Schäden zum Gelände der Jugendherberge geschleppt. Auch bei den anderen Segelbooten wurden nach dem Aufrichten und dem Schleppen in den Hafen keine weiteren Schäden verzeichnet. Gegen 19.20 Uhr waren alle Retter wieder an Land und die Boote in der Bootshalle in Rostrup verstaut.

Eingesetzte Kräfte:

Motorrettungsboote "ADLER 41 - 43"

1/3/5/2/11

11.05.2009: Melderalarmierung

Am heutigen Montag wurden unsere Rettungsschwimmer per Funkmeldeempfänger gegen Mittag zu einem Einsatz gerufen. Ein Segler hatte mit seinem Dickschiff die Hafeneinfahrt zu Büntingshafen verfehlt und war mit seinem Segelboot im flachen Wasser in den Schilfgürtel getrieben. Da das Segelboot nicht aus eigener Kraft mit dem Elektromotor aus dem Schilfgürtel manövriert werden konnte, meldete sich der Segler bei der Rettungsleitstelle.

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Rettungsschwimmer an der Rettungswachstation in Rostrup ein und liessen das Motrorrettungsboot "ADLER BZW 41" zu Wasser. Da der Yachthafen in unmittelbarer Nähe zur Wachstation liegt brauchte die Bootsbesatzung nicht lange um den Havaristen zu erreichen. Nach nur zehn Minuten war das Segelboot in den sicheren Hafen geschleppt worden.

Eingesetzte Kräfte:

MRB "ADLER BZW 41"
1/5/3/9  

08./09.05.2009: Suche nach vermisstem Segler

Am Freitagmittag wurden unsere Rettungsschwimmer um 12.29 Uhr durch Melderalarmierung zu einem Einsatz auf dem Zwischenahner Meer gerufen. Ein Fährschiffkapitän hatte am westlichen Ufer, etwa in Höhe des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses, ein gekentertes Segelschiff gesichtet und einen Notruf abgesetzt. Bereits nach kurzer Zeit war eine Rettungsbootbesatzung an der Unglücksstelle und meldete, dass kein Segler in der Nähe des gekenterten Segelbootes vom Typ Pirat zu sehen ist.

Durch die Leitstelle Ammerland wurden daher weitere Kräfte von Polizei und Rettungsdienst alarmiert. Diese sollten das Ufer des Sees absuchen. Hierfür wurden Kräfte der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des Rettungsdienstes Ammerland und der Rettungshundestaffel Weser-Ems eingesetzt. Auf dem See wurde mit mehreren Rettungsbooten und Tauchern der Feuerwehr Oldenburg, sowie einigen Rettungshunden nach dem vermissten Segler gesucht. Unterstütz wurde die Suche aus der Luft vom Polizeihubschrauber "Phoenix“ aus Neusüdende. Die Suche wurde von Beamten der örtlichen Polizei und der Wasserschutzpolizei koordiniert. Am Abend wurde die Suche zunächst ergebnislos abgebrochen. Insgesamt waren an diesem Nachmittag rund 60 Helfer verschiedener Hilfsorganisationen im Einsatz.

Am frühen Samstagmorgen trafen sich dann nochmals rund 45 Helfer von DLRG, Feuerwehr und der Polzei an der Rettungswachstation, um die Suche nach dem vermissten 73-jährigen Segler aus Oldenburg, fortzusetzen. Diesmal beteiligten sich Taucher der DLRG OG Friesoythe und der Feuerwehr Oldenburg, sowie ein Bootstrupp der OG Saterland an der Suche. Unsere Ortsgruppe setzte neben den eigenen drei Motorrettungsbooten auch ein Boot eines Vereinskameraden mit Echolot ein. Am Morgen flog nochmals der Hubschrauber der Polizei das gesamte westliche Ufer des Zwischenahner Meeres ab, bevor die Rettungsboote mit ihrer Suche begannen. Die Suche blieb leider erfolglos und wurde am späten Nachmittag durch die Einsatzleitung der Polizei offiziell eingestellt.

Aktuelle Presseberichte zur Suchaktion findet man hier

 

Eingesetzte Kräfte:

DLRG OG Bad Zwischenahn:

MRB "ADLER BZW 41 – 43"
1 Motorboot von Vereinskamerad
1/4/7/8/20

DLRG OG Friesoythe:

MRB "ADLER FRIESE 41"
0/2/6/8

DLRG OG Saterland

MRB "Seelterlound“ "ADLER Saterland 22"
0/1/2/3

Rettungshundestaffel Weser-Ems:

Motorboot
0/1/2/7/10

SEG Rettungsdienst Ammerland:

2 RTW
1 ELW
0/1/10/11 

Feuerwehr Oldenburg:

1 Gerätewagen Tauchen
1 Motorboot
1/1/6/8 

Polizei/Wasserschutzpolizei:

5 Beamte

10./11.01.2009 Zwischenahner Meer zugefroren - DLRG in Bereitschaft

An diesem Wochenende war, zum ersten Mal seit mehreren Jahren, das Zwischenahner Meer zugefroren und mit einer dicken Eis-schicht bedeckt. Von den Behörden wurde das Betreten der Eisfläche durch Schilder verboten und die DLRG hat landesweit in den Medien gewarnt. Viele Tausend Menschen liessen sich davon nicht abschrecken und nutzten das schönste Winterwetter, um auf Schlittschuhen oder zu Fuß aufs Eis zu gehen.

Bis vor einigen Jahren wurden Messungen im Auftrag des Landkreises vorgenommen und der See aufgrund der Ergebnisse dann gege-benenfalls freigegeben. Mit der Neufassung der Verordnung des Zwischenahner Meeres wurde die Verantwortung für das Betreten der Eisflächen jedem Einzelnen selbst übertragen! So ist es für die Bevölkerung schwierig einzuschätzen, ob die Eisfläche des Zwischenahner Meeres wirklich tragfähig ist. Wie soll er die Dicke des Eises abschätzen und die Gefahren richtig einschätzen?

Da sich bereits am Freitag zahlreiche Menschen auf dem zugefrorenen See aufhielten, hat unsere Ortsgruppe für das Wochenende kurzfrisitg eine Bereitschaft organisiert. An beiden Tagen standen ab 11.00 Uhr jeweils sieben Rettungsschwimmer an der Rettungswachstation in Rostrup bereit, um im Falle eines Eisunfalles schnell Hilfe leisten zu können. Leider war kurz zuvor unser Hovercraft, der für die Eisrettung im Jahre 2002 angeschafft wurde, wegen eines Defekt am Motor nicht einsatzbereit. Das notwendige Ersatzteil konnte erst am Montag beschafft werden. Aus diesem Grunde stand unseren Rettungschwimmer nur der alte Eisrettungsschlitten und ein aufblasbarer Eisretter zur Verfügung. Zur eigenen Sicherheit tragen unsere Rettungsschwimmer bei einem Eisunfall Überlebensanzüge, wie sie auch in der Berufsschiffafhrt eingesetzt werden.

Zum Ende des Wachdienstes am Sonntagabend konnte Wachleiter Nico Reiners, 2. Vorsitzender der Ortsgruppe, ein positives Fazit siehen. Es waren keine Personen zu Schaden gekommen und niemand ins Eis eingebrochen. Die Zeit wurde trotz fehlender Einsätze sinnvoll genutzt: Die Rettungsschwimmer probierten verschiedene Methoden der Fortbewegung auf dem Eis aus und gewannen so wertvolle Erfahrungen! 

Eingesetzte Kräfte:

1 Wachleiter
6 Rettungsschwimmer